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Sculpfun iCube Ultra Serie

Es gibt ein Update für das Problem der mangelnden Wiederholgenauigkeit des Lasers. Siehe Firmware-Abschnitt.

Als Nachfolger der beliebten iCube-Serie hat Sculpfun jetzt die iCube Ultras vorgestellt. Hier wurden viele Verbesserungswünsche der Community aus der ersten Serie aufgenommen und das Gerät insgesamt sehr verbessert. Aus meiner Sicht sind die Kernpunkte dabei:

  1. 12 W Leistung bei 450 nm und neu dazu ist ein Infrarot-Modul (1,2 W) gekommen. Damit können deutlich mehr Materialien gehandhabt werden.
  2. Sicherheitsmerkmale
    • Vollständig geschlossenes Design, unterstützt eine sofortige Abschaltung, sobald die Tür geöffnet wird.
    • Sicherheitselemente: Not-Aus-Schalter, Temperatursensor, USB-Sicherheitsschlüssel
    • Die vollständig geschlossene Acryl-Schutzabdeckung ist abnehmbar und verfügt über eine kleine integrierte Tür für einen einfachen Zugang zu den Materialien; während des Betriebs sind keine Schutzbrillen erforderlich.
    • Der iCube Ultra verfügt außerdem über einen integrierten Rauchfilter, der stechende Rauchgerüche verhindert und somit den sicheren Einsatz in Wohnungen, Büros oder Klassenzimmern ermöglicht.
  3. Auto-Fokus macht das Fokussieren viel bequemer
  4. Kontrollleuchte zur Angabe des Betriebszustands

Wichtig: Der Ultra Dual hat eine etwas kleinere Arbeitsfläche von 150 x 135 mm! Die Werbung suggeriert manchmal, die Arbeitsfläche wäre gleich groß.

Offizielle Bilder

Aufbau/Nutzung

Grundsätzlich muss nicht viel aufgebaut werden. Einzig das Lasermodul und der Adapter für den Absaugschlauch müssen noch montiert werden. Das offizielle Video gibt es hier:

Hier noch das Unboxing-Video von Marty:

z-Achse

Der iCube hat leider an der z-Achse keine Endschalter. Daher kann nur ein Probing durchgeführt werden, aber kein Homing. Dabei schlägt er in beiden Richtungen am Ende an und dreht durch. Das sollte man zur Schonung der Mechanik vermeiden. Man kann die z-Achse aber normal per G‑Code-Kommandos steuern und die Achse damit verfahren.

Das Kommando, um das Probing manuell zu starten (zb. via Makro in LightBurn), ist [esp212].

Kamera

Für den iCube Ultra gibt es auch ein Kamera-Modul, das sich als Zubehör erwerben lässt.

Viele Nutzer haben mit der Einrichtung Probleme, die aber in der Regel nur auf Unwissen zurückzuführen sind. Daher empfehle ich dringend, zunächst für die Grundlagen diesen Artikel über die Kamera-Benutzung zu lesen.

Wichtig ist dabei besonders:

  • Die Kamera-Funktion ist eine LightBurn-Funktion! Sculpfun hat mit der Funktionalität nichts zu tun. Probleme und Fehlermeldungen gehören in die LightBurn-Foren, nicht zu Sculpfun.
  • Die Kamera funktioniert NUR auf der Ebene, für die sie kalibriert wurde. Man kann keine Werkstücke einer anderen Hähe benutzen, dafür muss man NEU kalibrieren!
  • Die Ausleuchtung muss ausreichend sein, es kann helfen, bei der Kalibrierung das Cover abzunehmen.
  • Es ist besser, das April-Tag-Muster zur Kalibrierung zu nutzen als das mitgelieferte Punktmuster. Das neue Verfahren ist sehr viel stabiler. Das Muster findet sich zum Download in der LightBurn-Dokumentation. Bei mir hat es gut mit einer Skalierung auf 45 % beim Ausdruck funktioniert.

Es sollte auch darauf geachtet werden, dass die Schutzfolie entfernt wird. Die ist schwer zu sehen und verschlechtert das Bild natürlich stark:

Hier noch ein paar Anmerkungen:

Hier ist ein Beispiel, was man dann mit der Kamera und dem iCube machen kann:

Air Assist

Es gibt auch einen Air-Assist zum Nachrüsten, der Aufbau wird in folgendem Video erklärt:

Ich habe noch schnell eine passende Halterung erstellt, die man hinten am Laser anschrauben kann, damit die Pumpe nicht immer herumfliegt: Download (LightBurn-Datei). Achtung: Die Vibrationen der Pumpe können den Laser stören, daher ist die Halterung nur für den Transport gedacht, ansonsten sollte man sie so montieren, dass sich die Schwingungen nicht auf das Gehäuse übertragen können.

Rotary

Man kann den iCube natürlich auch mit einem Rotary betreiben. Es gibt einen extra passend designten Rotary von Sculpfun, aber auch andere Rotaries können normal benutzt werden. Die Anleitung zum Anschluss ist hier:

Wichtig, weil ungewöhnlich: Hier wird der Rotary nicht anstatt der Y-Achse angeschlossen, sondern parallel. Damit die echte Y-Achse sich nicht bewegt, muss in der Konsole der Befehl $45=1 eingegeben werden. Nach der Nutzung dann wieder $45=0. Am besten kann man sich dafür jeweils ein Makro erstellen. Allgemeine Tipps zu Einstellungen gibt es hier: Rotary-Anleitung.

Mainboard

Ady hat bei Facebook Bilder des Mainboards gepostet:

Das Board verfügt jetzt über einen STM-Prozessor, keinen Atmega oder ESP32. Zusätzlich ist auch ein Speicher eingebaut, sodass die App ein Projekt im Speicher ablegen kann.

Firmware-Update

Das Firmware-Update benötigt ein anderes Tool als die bisher gewohnten, da es sich um einen anderen Controller handelt (STM32).

Ein erstes Update ist bereits verfügbar, es kann hier heruntergeladen werden: Download. Dieses Update adressiert den Bug, dass sich der Laserkopf nach Beendigung der Bewegung durch das Kabel minimal zurückbewegt. Im Download-Paket ist die Flash-Software (aktuell nur für Windows) mit dabei, sowie die Firmware an sich (eine .BIN-Datei).

Es empfiehlt sich, nach einem Update in der Regel, mit dem Kommando $RST=* in der Konsole den Laser einmal auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen.

Firmware-Einstellungen

In dieser Tabelle sind die Einstellungen gelistet, die über die normalen Einstellungen der grbl-Parameter hinaus gehen:

ParameterStandard ValueDescription
$281000.000 Laser Frequency
$411Buzzer switch
$430Fire alarm
$441Air Assist Switch
$450Rotary axis switch
$safe1Safety door Enable
$4530Focus distance
$4543Secondary focusing distance
$4556Focusing completed, lifting height
$456300.000 Secondary focusing speed
$457300.000Focus speed

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